Chirurgische Netze

Netze sind für die Reparatur von Bauchwandhernien zum Standard geworden. Chirurgische Netze bestehen aus einem sterilen gewebten Material, das in einem offenen oder laparoskopischen Verfahren permanent im Körper implantiert wird.

Es ist ein breites Spektrum an Netzimplantaten erhältlich, deren zwei Hauptfunktionen die Stabilisierung und Stärkung von Weichgewebedefekten sowie die Stützung vorgefallener Organe und Eingeweide ist, indem sie als Schlinge fungieren.

Auf dem Gebiet der Wundheilung dienen Netze dazu, den geschwächten Bereich mechanisch zu stärken und als Gerüst für neues Gewebewachstum gleichzeitig die Langzeitstabilität zu fördern. Sie werden am häufigsten bei Gebärmuttersenkungen, Belastungsinkontinenz und Hernienreparationen eingesetzt.

 
 

Capromesh Netze
Partiell resorbierbar

Das sterile, partiell resorbierbare Kompositnetz besteht aus zwei Komponenten: einer resorbierbaren und einer nicht resorbierbaren.

Capromesh setzt sich aus einem resorbierbaren, segmentierten Glykolid-Copolymer und
ε-Caprolacton sowie einer nicht resorbierbaren, monofilen Polypropylenfaser zusammen. Nach der Resorption des resorbierbaren Teils bleibt nur das Polypropylennetz im Körper zurück.

Die Struktur und die Größe dieses verbleibenden Netzes sind optimal für die physiologische Belastung ausgelegt, der die Bauchwand ausgesetzt ist.

Indikation:

 

Capromesh ist in der operativen Behandlung von Fasziendefekten, insbesondere von Hernien, und einer geschwächten Bauchwand indiziert, deren Heilung eine langfristige Überbrückung (Bridging) oder Stärkung der geschädigten Strukturen erfordert.

 
 

Chiralen Netze
Nicht resorbierbar

Sterile chirurgische, ungefärbte Netze aus Polypropylen. Chiralen Netze sind in verschiedenen Größen erhältlich. Sie zeichnen sich durch hohe Festigkeit und hohe Flexibilität aus.

Chiralen Netze sind mit einem Gewicht von ca.
125 g/m2 oder in der Version mit einem Gewicht
von ca. 55 g/m2 erhältlich.
 

Indikation:

 

Chiralen Netze sind in der operativen Behandlung von Fasziendefekten indiziert, insbesondere von Hernien, für die eine langfristige Überbrückung der geschädigten Strukturen erforderlich ist.